Regional

ÖV-Konferenz zum Fahrplanwechsel

2018-12-07 12:32:00
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Am kommenden Sonntag, 9. Dezember 2018, findet der jährliche Fahrplanwechsel statt, wie der Kanton Schaffhausen ausführt.

Die Transportunternehmen informierten heute an der ÖV-Konferenz über die verschiedenen Änderungen im neuen Fahrplan. Zudem berichtete die Koordinationsstelle öffentlicher Verkehr (KöV) über Erfahrungen mit dem aktuellen Fahrplan sowie über verschiedene Entwicklungsprojekte im öffentlichen Verkehr.

S8 Schaffhausen – St. Gallen: Der Fahrplan werde um 15 Minuten gedreht.

Das heisst, die Züge kommen 15 Minuten früher an und die Anschlüsse in Schaffhausen passen nun auf den Fernverkehr in Schaffhausen und Romanshorn. SBG Buslinie Singen – Stein am Rhein: Der Fahrplan des SBG-Busses wurde um 15 Minuten gedreht, damit der Anschluss auf die S8 Seelinie erhalten bleibt.

Neu werde der Anschluss ganztags auch an die Buslinie 825 nach Frauenfeld hergestellt. Nachteil: der Anschluss passt künftig nicht mehr auf die Linie nach Winterthur, aber mehr Fahrgäste seien auf den Anschluss auf die S8 angewiesen.Stein am Rhein: Neu werde die Standzeit des SBG-Busses optimal genutzt für eine Ortsverkehrsschlaufe zum neuen Einkaufszentrum Sandgrueb südlich des Rheins (Hofwisen).

Damit ermöglicht die Stadt Stein am Rhein der Bevölkerung mit dem ÖV einzukaufen. Schaffhausen – Winterthur: Statt drei gibt es künftig nur noch einen Zusatzzug S11, morgens hin, abends zurück.

Dafür verkehren die Regelzüge (S33/S12) alle als Doppelstock-Züge und stellen damit die notwendigen Sitzplatzkapazitäten sicher. Die S12 werde nach Brugg verlängert.

Die Integration des Flextax in den OSTWIND-Tarifverbund sei problemlos verlaufen und wurde von den Fahrgästen gut aufgenommen. Nun können Projekte gemeinsam in der Ostschweiz angegangen werden.

Auch der Betreiberwechsel bei der S-Bahn im Klettgau sei reibungslos verlaufen. Mit ausschliesslichem Betrieb durch die SBB GmbH mit den beliebten Thurbo Gelenktriebwagen (GTW) konnte die Zuverlässigkeit gesteigert werden.

Die Kapazitäten seien teilweise auf den Kursen zur Hauptverkehrszeit sehr gut ausgelastet: Mittelfristig braucht es eine Verstärkung dieser Züge. Auf der Achse Schaffhausen – Singen betreibt die DB Regio seit Dezember 2017 den Halbstundentakt.

Hier gab es Anlaufschwierigkeiten, was verständlicherweise zu zahlreichen Reklamationen geführt hat. Für verschiedene Ursachen sei die DB Regio direkt verantwortlich.

Daneben gibt es äussere Einflüsse, die den Betrieb auf dieser Strecke erschweren, so habe zum Beispiel der dichtere Fernverkehr auf der Gäubahn (seit Dezember 2017 im Stundentakt) dazu geführt, dass Verspätungen auf die Regionalbahn übertragen werden. Kontinuierliche Qualitätsüberprüfungen zeigen zwar eine leichte Verbesserung der Leistungen, dennoch kommt es immer noch zu häufig zu Zugsausfällen und grösseren Verspätungen.

Der Kanton werde den Druck auf den Besteller aufrechterhalten bis die DB Regio die Leistungen vertragsgemäss erbringt. Bei der Entwicklung der Fahrgastzahlen lasse sich weiterhin eine Verlagerung von den Bussen auf die S-Bahn beobachten.

Diese Entwicklung könne auch auf der Strecke Klettgau Richtung Schaffhausen (Verlagerung von der Linie 21 auf S-Bahn Klettgau) und zwischen Neuhausen Rheinfall und Schaffhausen (Verlagerung von VBSH-Linie 1 auf S9 und S22) beobachtet werden. Die Fahrgäste erkennen die Vorteile der S-Bahn, welche sie ohne Stau schnell und bequem ins Zentrum bringt.

Die Zunahme der Fahrgastzahlen im ÖV insgesamt habe sich etwas abgeschwächt, zwischen 2015 und 2017 (neuster Erfassungszeitraum) wurden noch geringfügige Zuwächse verzeichnet. Diese Stagnation sei in der Schweiz in verschiedenen Regionen festzustellen.

Den langfristigen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur plant der Bund im Rahmen des Ausbauschritts 2035 (FABI). Es sei notwendig, das Bahnangebot an die steigende Nachfrage anzupassen und bestehende Überlasten abzubauen.

Die Eisenbahninfrastruktur solle dazu bis 2035 für 11,9 Milliarden Franken ausgebaut werden. Der Fokus beim Ausbauschritt 2035 sei der Abbau von Überlasten im Personen- und Güterverkehr.

Die Kapazität des Netzes werde erhöht, auch um einen stabilen Betrieb sicherzustellen. Die Finanzierung der vorgesehenen Ausbauten sei über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) gesichert, den Volk und Stände 2014 mit der Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) beschlossen haben.

Der Kanton Schaffhausen sei seit 2014 über die «Planungsregion Ost» in den Prozess einbezogen und habe seine Angebotsziele eingebracht. Alle für den Kanton Schaffhausen wichtigen Projekte seien in der Botschaft des Bundesrates zum Ausbauschritt AS 2030/35 enthalten:Der ÖV im Kanton Schaffhausen entwickelt sich weiter.

Ziel sei es, das bedürfnisgerecht ausgebaute ÖV-System im Kanton Schaffhausen langfristig zu sichern und weiter zu optimieren. Die aktive Nutzung durch die Bevölkerung sei dabei zentral, um das Angebot langfristig nachhaltig zu finanzieren.

Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr sei eine wichtige Voraussetzung, damit Schaffhausen als Wohn- und Arbeitsstandort weiterhin attraktiv bleibt und die Herausforderungen des ständig wachsenden Verkehrsaufkommens bewältigt werden können..

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