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Aus alten Schachteln entsteht neuer Karton

Aus alten Schachteln entsteht neuer Karton
Aus alten Schachteln entsteht neuer Karton (Bild: Stadt Luzern)

2019-06-12 09:03:57
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Quelle: Stadt Luzern

Ein grosser Teil der Bevölkerung und der Unternehmen stellen ihren Karton vorschriftsgemäss oder zumindest in einer gut annehmbaren Art und Weise bereit, wie die Stadt Luzern schreibt.

Für diese wertvolle Mithilfe seien wir dankbar, denn nur korrekte Kartonbereitstellungen ermöglichen ein speditives und platzsparendes Beladen der Sammelfahrzeuge. Dadurch können viel Zeit und finanzielle Mittel eingespart werden, wovon schliesslich alle Luzernerinnen und Luzerner profitieren.Wie alle anderen Abfälle, die im Holprinzip eingesammelt werden, muss der Karton am Abfuhrtag um 7 Uhr bereitstehen.

Zusammenlegen und verschnüren sei eine altbewährte Methode um seine alten Schachteln zu entsorgen. Auf zwei Schnüren, kreuzweise am Boden ausgelegt, werden die gefalteten Kartonschachteln gestapelt, bis eine Höhe von etwa einem halben Meter erreicht ist.

Während man die Beige mit einem Knie zusammenpresst, lassen sich die Schnüre problemlos und straff verknoten. Wer Mühe mit dem Verschnüren hat, könne die Schnur an den Enden ein wenig befeuchten; dann hält der erste Knoten, ohne dass man den Finger draufdrücken muss.

Starke Kartonschachteln lassen sich übrigens mühelos zusammenlegen, wenn man die Faltstelle zuvor mit einem Schwamm befeuchtet.Eine weitere Bereitstellungsvariante seien oben offene Kartonschachteln, die mit gefalteten, aufrecht gestellten Kartons gefüllt sind. Bei einer solchen Bereitstellung darf kein Seitenmass der Kartonschachtel mehr als 80 Zentimeter betragen.

Damit einfacher ersichtlich ist, ob sich Fremdstoffe im Sammelgut befinden, dürfen die Kartons nicht waagerecht in der Schachtel liegen; sie müssen aufrecht stehen. Aus demselben Grund muss die Schachtel oben offen sein.

Mit dieser Bereitstellungsvariante können auch Kleinkartons wie Medikamentenverpackungen oder die Kartonrollen von Toilettenpapier kinderleicht zwischen die stehenden Kartonteile gesteckt werden.Die Anschaffung von Containern sei ausschliesslich für Gewerbebetriebe mit grossen Kartonmengen möglich. Dort sei die Leerung ökonomisch und ökologisch sinnvoll, da jeweils beträchtliche Mengen vorhanden sind, die sich speditiv entsorgen lassen.

Da die Container nur durch einen eng begrenzten Personenkreis befüllt werden, sei der Fremdstoffanteil äusserst gering.Genau das Gegenteil habe sich bei Versuchen mit Kleincontainern und mit grossen Containern von Mehrfamilienhäusern gezeigt. Die Leerung eines kleinen Containers beansprucht denselben Zeitaufwand, wie die eines 800-Liter Containers.

Bereits wenige ungefaltete Schachteln genügen, um einen Kleincontainer komplett zu füllen, was sich bei der Leerung als unverhältnismässig zeitaufwendig erwiesen hat. Sobald mehrere Personen in einem Container entsorgen, nimmt der Fremdstoffanteil deutlich zu.

Befinden sich jedoch Fremdstoffe im Container, könne dieser gar nicht erst geleert werden. Die Anschaffung von Kartoncontainern sei aus den genannten Gründen nur nach vorheriger Absprache mit dem Strasseninspektorat möglich (Abfalltelefon 041 208 78 70).Das Kartonrecycling macht nur dann Sinn, wenn keine Fremdstoffe vorhanden sind.

So darf der Karton nur mit Schnüren und nicht etwa mit Klebeband gebündelt werden, weil dessen Leim- und Kunststoffanteile das Recycling erschweren. Waschmittel- und Tiefkühlverpackungen gehören in den Kehricht, da sich im Karton meist eine Kunststofffolie als Feuchtigkeitsschutz befindet.

Ebenso im Gebührensack zu entsorgen seien Tetra Pak-Verpackungen, Luftpolster-Versandtaschen und Verpackungsbeilagen (Styropor oder Plastikfolien) sowie verschmutzter Karton (z. B.

Pizzaschachteln). Auch Papier sei ein Fremdstoff im Karton; dafür gibt es die Papiersammlung.Der eingesammelte Karton werde im städtischen Werkhof zu zirka 280 Kilogramm schweren Ballen gepresst und zum Abnehmerbetrieb transportiert.

Ein Grossteil des angelieferten Kartons besteht übrigens bereits zu fast 100 Prozent aus recyclierten Holzfasern. Dann werde der Karton in seine Fasern zerlegt und zu einem wässrigen Brei zermahlen.

Der Brei kommt danach auf ein siebartiges Endloslaufband und durchläuft diverse Walz- und Trocknungszylinder, bevor der getrocknete Karton in einzelne Bogen zerschnitten und zu neuen Schachteln verarbeitet wird..

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