Regional

Kanton Thurgau äussert sich kritisch zur geplanten Metropolitanregion St. Gallen-Bodensee-Rheintal

2019-06-27 02:32:17
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Quelle: Kanton Thurgau

Das Raumkonzept Schweiz definiert vier grossstädtisch geprägte Handlungsräume in der Schweiz: die Metropolitanräume Zürich, Basel, Métropole Lémanique (Lausanne/Genf) und die Hauptstadtregion Schweiz (Bern), wie der Kanton Thurgau ausführt.

Sie seien die wirtschaftlichen Hauptmotoren der Schweiz, haben eine starke Zentrumsfunktion und weisen enge wirtschaftliche, soziale und kulturelle Verflechtungen auf. Zudem übernehmen sie wichtige Funktionen im Bereich der Wissensökonomie, der Innovation und der Kultur und verfügen über eine internationale Ausstrahlung.

Der Metropolitanraum Zürich beispielsweise reicht vom Kanton Aargau bis weit in den Kanton Thurgau (inklusive Wil SG) und von Schaffhausen bis nach Zug.In der Region Sankt Gallen bestehen seit rund fünf Jahren Bestrebungen, sich ebenfalls als Metropolitanraum zu positionieren. Im diesem Zusammenhang habe das Baudepartement des Kantons Sankt Gallen den Regierungsrat des Kantons Thurgau eingeladen, zur «Charta Metropolitanregion Sankt Gallen-Bodensee-Rheintal» Stellung zu nehmen.

Die «Metropolitanregion Sankt Gallen-Bodensee-Rheintal» solle neu im Kern die vier Agglomerationsräume Rheintal, Sankt Gallen-Bodensee, Werdenberg-Liechtenstein und Wil umfassen. Mit der Charta bekunden die beteiligten Körperschaften, dass sie die Ziele und Inhalte der Metropolitanregion Sankt Gallen-Bodensee-Rheintal mittragen und sich im Umsetzungsprozess engagieren wollen.Der Regierungsrat des Kantons Thurgau befasste sich bereits 2014/2015 intensiv mit der Frage nach einem Metropolitanraum in der Region Sankt Gallen, damals noch unter dem Titel «Metropolitanregion Sankt Gallen-Bodensee».

Aus verschiedenen fachlichen und institutionellen Überlegungen sah er damals von einer Beteiligung ab. Insbesondere wurde bereits damals aus fachlicher Sicht in Frage gestellt, ob die Merkmale einer Metropolitanregion erfüllt seien.

Zwischenzeitlich habe sich der geografische Schwerpunkt verlagert und die geplante Metropolitanregion umfasst nun insbesondere auch das grenzüberschreitende Rheintal (Region Vorarlberg), zu dem der Kanton Thurgau weniger Berührungspunkte habe als zum bestehenden Metropolitanraum Zürich, bei dem er Mitglied ist. Vor diesem Hintergrund sieht der Regierungsrat des Kantons Thurgau weiterhin von einer Beteiligung ab und verzichtet deshalb im Rahmen der Vernehmlassung an den Kanton Sankt Gallen auf eine detaillierte inhaltliche Rückmeldung zur Charta..

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