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Stellungnahme zur Volksabstimmung «Entwicklung Stadthausgeviert»

2019-10-22 15:02:03
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Am 17. November 2019 stimmen wir über eines der wichtigsten Projekte für die Stadt ab, wie die Stadt Schaffhausen meldet.

Seit mehr als hundert Jahren besteht die Idee, die Stadtverwaltung im Stadthausgeviert örtlich zusammenzuführen. Bis heute seien die städtischen Verwaltungsabteilungen auf verschiedene Altstadtliegenschaften verteilt.

Das sei teuer, ineffizient und wenig bürgerfreundlich. Mit der dringend nötigen Entwicklung des Stadthausgevierts werden 165 Arbeitsplätze in zeitgemässen Büros im Zentrum der Altstadt zusammengeführt und die Altstadt belebt.

Damit könne das Ziel erreicht werden, eine zentrale, bürgerfreundliche Anlaufstelle für alle Verwaltungsgeschäfte in der Altstadt zu schaffen. Das Stadthausgeviert umfasst viele einzelne, teilweise stark baufällige Liegenschaften, die sich alle im Eigentum der Stadt befinden.

Im nördlichen Teil besteht dringender Sanierungsbedarf, einige Gebäude seien einsturzgefährdet. Das Vorprojekt sieht im Nordteil Wohnungen, Büros, Gewerbe und Gastronomie vor.

Im Innenhof entsteht ein öffentlich zugänglicher Klostergarten, der in der Nähe des Zivilstandsamtes auch für Hochzeitsapéros genutzt werden kann. Damit werde der Wertzerfall gestoppt und das zentrale Stadthausgeviert in der Altstadt belebt.

Die Investitionen für den Nordteil werden aber nicht von der Stadt, sondern von einem Baurechtsnehmer getragen. Die entsprechende Baurechtsabgabe habe der Grosse Stadtrat bereits in eigener Kompetenz beschlossen.

Der Nordteil sei nicht Bestandteil der Volksabstimmung. Im südlichen Teil sollen die heute auf verschiedene Altstadtliegenschaften verteilten Abteilungen der Stadtverwaltung im Stadthausgeviert zusammengeführt werden.

Dazu werden die beiden bestehenden Verwaltungsliegenschaften «Stadthaus» und «Eckstein» saniert und mit einem dreigeschossigen Verwaltungsneubau verbunden. Die Liegenschaft «Eckstein» werde zudem um zwei Etagen aufgestockt.

Die Gestaltung des Daches wurde im Grossen Stadtrat kritisch diskutiert. Eine Ablehnung des Projektes aus ästhetischen Gründen hätte zur Folge, dass das Gesamtprojekt scheitert.

Der Stadtrat nimmt diese Bedenken deshalb ernst und werde in der Bau- und Ausführungsplanung ein spezielles Augenmerk darauf richten, so dass sich das neue Stadthausgeviert optimal ins Altstadtbild einpasst. Für die Sanierung und Erweiterung der Verwaltungsliegenschaften seien Investitionen im Umfang von 23.1 Millionen Franken nötig.

Diesem Investitionsvolumen stehen freigespielte Flächen im Wert von 13.0 Millionen Franken gegenüber. Zudem würde auch die anstehende Sanierung der bestehenden Verwaltungsliegenschaften  umfangreiche Investitionen nötig machen, allein die Sanierung des «Stadthauses» und der Liegenschaft «Eckstein» würde 12.2 Millionen kosten.

Mit dem Neubau, der Aufstockung und der Verbindung der Verwaltungsgebäude gelingt es, die Kernverwaltung an einem Standort in modernen, zeitgemässen Büroräumlichkeiten im Herzen der Altstadt zusammenzuführen. Die Kundinnen und Kunden der Stadtverwaltung können nun ihre Geschäfte zum Beispiel bei der Einwohnerkontrolle, Baupolizei oder der Steuerverwaltung an einem Standort erledigen.

Kürzere Wege machen die Verwaltung effizienter und verbessern die Zusammenarbeit. Bei einem Verzicht auf das vorliegende Projekt würde das wichtige Ziel zur Zusammenführung der Verwaltung wieder in weite Ferne rücken.

Der Grosse Stadtrat habe der Vorlage mit nur einer Gegenstimme zugestimmt.Aus diesen Gründen empfiehlt Ihnen der Stadtrat, dem für die Entwicklung des Stadthausgevierts notwendigen Investitionskredit von 23.1 Millionen Franken zuzustimmen. .

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