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Planungsgrundlagen für einen KSS-Neubau schaffen

2019-11-29 11:02:00
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Der Stadtrat plant einen Neubau für das Hallenbad der «KSS», wie die Stadt Schaffhausen ausführt.

Er unterbreitet deshalb dem Grossen Stadtrat eine Vorlage zum Grundsatzentscheid und zu einem Kredit für die Erarbeitung von Planungsgrundlagen. Das heutige Hallenbad auf der Breite wurde 1972 eröffnet.

Nach einem Rückgang der Besucherzahlen in den 80-er Jahren wurde das Angebot schrittweise ausgebaut. So kam 1990 der Wellnessbereich und 1996 der Ausschwimmkanal dazu.

Seit 2004 sei das Freibadbecken mit der mobilen Traglufthalle auch im Winter nutzbar. Mittlerweile seien der Bau und die technischen Anlagen aber am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und in einem Zustand, welcher dringend eine Sanierung erfordert.

Auch der Rohbau sei im letzten Drittel der Lebensdauer angekommen. Aber nicht nur aus baulicher und technischer Sicht muss gehandelt werden, auch aus betrieblicher Sicht drängen sich Massnahmen auf.

Anfangs diente das Hallenbad dem allgemeinen Schwimmsport sowie dem Schulschwimmunterricht. In der Zwischenzeit haben sich die Bedürfnisse und Erwartungen der Kundschaft geändert.

Neue Sportarten seien dazu gekommen, durch die Einführung des Lehrplans 21 erhält der Schwimmunterricht für Schülerinnen und Schüler wieder eine grössere Bedeutung und die Spass- und Wellnessorientierung der Gesellschaft habe zugenommen. Bereits heute sei die Kapazität der zur Verfügung stehenden Becken sowohl im Winter wie auch im Sommer praktisch ausgeschöpft, womit das Angebot für individuelle Besucherinnen und Besucher knapp ist.

Seit 2001 bewegen sich die Besucherzahlen relativ stabil, was daraufhin deutet, dass das Hallenbad an seiner Kapazitätsgrenze angelangt ist. 2017 hatte der Stadtrat in einer Vorlage eine Grundsanierung und eine Erweiterung der bestehenden Anlage vorgeschlagen.

Bei der Beratung dieser Vorlage kam der Grosse Stadtrat zum Schluss, dass auch die Variante «Neubau» geprüft werden soll. Daraufhin zog der Stadtrat die Vorlage zurück und erteilte den Auftrag zur Prüfung eines Neubaus.

In der Zwischenzeit wurde eine Marktanalyse erstellt und unter Einbezug der verschiedenen Nutzergruppen ein bedarfsgerechtes und zeitgemässes Raum- und Beckenprogramm entwickelt. Neu sollen im Hallenbad acht Bahnen zur Verfügung stehen.

Neben einem vergrösserten Kinderplanschbecken sei eine Rutschanlage geplant. Zudem solle neu ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden, sowie ein Kurs- und ein Sprungbecken geschaffen werden.

Diese Ergänzungen dienen auch zur Behebung der heute bestehenden Nutzungskonflikte. Zur Vereinfachung der Betriebsabläufe sei ein zentraler Eingangsbereich mit Restaurant vorgesehen.

Das Angebot werde dadurch insgesamt an den heutigen, ausgewiesenen Bedarf angepasst und sei für Schaffhausen und dessen Einzugsgebiet von adäquater Grösse. Vorgesehen sei der Neubau auf dem heutigen Parkplatz der KSS mit einer Tiefgarage.

So könne das bestehende Hallenbad bis zur Erstellung des Neubaus in Betrieb bleiben. Mögliche andere Nutzungen des heutigen Hallenbads sollen im Verlauf des mehrjährigen Planungs- und Bauprozesses geprüft werden.

In einer ersten groben Schätzung werde mit Kosten von rund 70 Millionen Franken gerechnet. Da das Hallenbad zu rund einem Drittel aus den übrigen Gemeinden des Kantons Schaffhausen besucht wird, erachtet es der Stadtrat als angemessen, wenn sich auch der Kanton an den Betriebs- und Investitionskosten beteiligt.

Der Stadtrat sei dazu mit dem Regierungsrat im Gespräch.  Damit das Risiko für grössere Abweichungen bei den Kosten minimiert werden kann, möchte der Stadtrat mit dem vorliegenden Planungskredit die nötigen weiteren Abklärungen treffen. Basierend auf diesen Ergebnissen solle eine Rahmenkreditvorlage ausgearbeitet werden.

Über den Kredit für den Neubau solle voraussichtlich im Jahr 2022 das Volk entscheiden. Parallel dazu prüft der Stadtrat auch die Rechtsgrundlagen und die Organisationsform der «KSS», so wie dies auch in einem Postulat von René Schmidt gefordert wird, welches im September vom Grossen Stadtrat einstimmig überwiesen wurde.

Diese Ergebnisse sollen vor dem Volksentscheid über die Rahmenkreditvorlage vorliegen. Doktor Katrin Bernath, BaureferentinTelefon: +41 52 632 52 13E-Mail: katrin.bernath(at)stsh.ch Doktor Raphaël Rohner, BildungsreferentTelefon: +41 52 632 52 14E-Mail: raphael.rohner(at)stsh.ch .

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