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Regional

Sicherheitsmassnahmen im Stadtwald

2020-02-11 09:32:06
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Der Schaffhauser Wald ist von den Folgen der trockenen und heissen Sommer der letzten Jahre stark betroffen, wie die Stadt Schaffhausen schildert.

Viele Baumarten seien geschädigt. Vor allem Fichten, Eschen und Buchen sterben ab und müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Wo möglich werden abgestorbene Bäume als «Biotopbäume» stehen gelassen. Infolge der trockenen und heissen Sommer der letzten Jahre fehlt den Bäumen das zur Transpiration notwendige Wasser.

Die Bäume reduzieren deshalb das Kronen- und Wurzelvolumen. Kronenteile mit dicken Ästen oder ganze Bäume sterben ab.

Durch die Schwächung der Bäume können Schadpilze eindringen und Borkenkäfer befallen die Fichten. Den Bäumen fehlt oft die notwendige Energie, sich gegen diese Parasiten zu wehren.

Das Ausmass der Schäden und das rasche Absterben von Bäumen sei für die Forstdienste eine grosse Herausforderung. Leider treten die Auswirkungen überall im Stadtwald mehr oder weniger stark auf.

Angesichts der erhöhten Risiken im Wald seien die Besuchenden angehalten, den Wald bei stärkerem Wind zu meiden und Absperrungen sowie Anordnungen des Forstpersonals strikte zu beachten. Die Stadt als Waldeigentümerin kontrolliert den Zustand und an stark frequentierten Orten werden Massnahmen zur Reduktion des Risikos für Waldbesuchende umgesetzt.

Die kranken und toten Bäume werden entlang von Strassen in einem Abstand von etwa 30 Metern (Baumhöhe), bei Grillplätzen und Sporteinrichtungen gefällt. Fichten werden auch weiter weg im Bestand entfernt, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern und das wertvolle Holz nutzen zu können.

Bei der Verwendung als Bau- oder Industrieholz bleibt das im Holz enthaltene CO2 langfristig gebunden. Bei der Nutzung als Energieträger können fossile Brennstoffe mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ersetzt werden.

Im Jahr 2019 stammten im Stadtwald Dreiviertel des gefällten Holzes aus dieser sogenannten Zwangsnutzung. Der restliche Viertel fiel bei Pflege- und Naturschutzmassnahmen an.

Durch das Fällen der geschädigten und toten Bäume entsteht Platz für die Nachbarbäume und es gelangt wieder Licht auf den Waldboden. Mit der natürlichen Verjüngung und durch Anpflanzung entwickeln sich wieder junge Bäume.

Dabei werde auf eine grosse Baumartenvielfalt geachtet. Das Ziel der Waldpflege sei ein artenreicher, stabiler Mischwald mit Bäumen verschiedenen Alters.

Mit einer hohen Artenvielfalt werde das Risiko des Schädlings- und Schaderregerbefalls verteilt. Geschädigte oder tote Bäume, die im Wald belassen werden können, seien wertvolle Biotopbäume auf denen viele Insekten, Käfer, Vögel und Fledermäuse ihren Nahrungs- oder Wohnplatz finden.

In den kommenden Tagen werden entlang dem Buchthalerwald, im Neubrunn, im Felsentäli und im Freudental entlang der Strasse mehrere Bäume entfernt. Dafür müssen Strassen temporär gesperrt werden.

Die Absperrungen seien zwingend zu respektieren. Grün Schaffhausen bittet um Verständnis für allfällige Umwege und Behinderungen.

Die Arbeiten seien im Winterhalbjahr gut sichtbar, was teilweise Kritik aus einzelnen Kreisen der Bevölkerung hervorruft. Diese Situation sei eine grosse Herausforderung für die Mitarbeitenden von Grün Schaffhausen.

Die Forstfachleute seien bemüht, die notwendigen Fällungen so schonend wie möglich durchzuführen, um die verschiedenen Funktionen des Waldes weiterhin zu gewährleisten. .

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