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Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig

Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig
Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig (Bild: Kanton Thurgau)

2020-05-29 07:02:02
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Quelle: Kanton Thurgau

Ist es eine schillernde Persönlichkeit, das richtige Amt, der familiäre Hintergrund oder eine Anhäufung von Vermögen, die einen Kopf zu einem solchen machen? Vor 50 oder 100 Jahren standen die Chancen gut, dank einer dieser Komponenten zum Kopf zu werden, wie der Kanton Thurgau ausführt.

Im 21. Jahrhundert mit den Social Media haben sich die Voraussetzungen verändert. Jede und jeder könne ein Kopf sein – so das Credo der heutigen Zeit.

In der Tat unterscheiden sich die Mechanismen des Köpfemachens je nach Zeit, Umfeld oder Medium. Die Ausstellung im Alten Zeughaus Frauenfeld thematisiert diese Mechanismen in den verschiedenen Epochen von der Kantonsgründung 1803 bis in die Gegenwart und leitet Besucherinnen und Besucher durch die Zeitgeschichte der Häupter-Kürung im Thurgau.Glasklar sei die Botschaft zu Beginn des Ausstellungsrundgangs: Wer ein Kopf sein will, muss sich inszenieren.

Was früher privilegierten Kreisen mit Gemälden und Skulpturen vorbehalten war, werde ab 1900 massentauglich. Eine immer breitere Bevölkerungsschicht könne sich dank der aufkommenden Fotografie ablichten lassen, das Internet treibt diesen Demokratisierungsprozess voran.Häberlin, Spuhler, Anderwert – was sei diesen Thurgauern gemein? Sie zementieren ihren Kopfstatus mithilfe von Macht.

Der zweite Sektor der Ausstellung stellt Thurgauer «Machiavellis» vor und schält deren verbindende Elemente heraus. Wie gelangt dieser Typus Mensch an die Macht und mittels welcher Ressourcen könne er sie erfolgreich halten? Besucherinnen und Besucher treffen auf typische Machtattribute aus aller Welt und gewinnen Einblick in die Welt der einflussreichen Thurgauer Familiendynastien.Ihr Kopf steht nicht im Rampenlicht, ihrem Einfluss tut dies keinen Abbruch: Strippenzieher ziehen die Fäden im Hintergrund.

Über Seilschaften und mittels geschickter Schachzüge beeinflussen sie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – positiv wie negativ. Die Ausstellung thematisiert die Rolle von Verbindungen und Vereinen im Thurgau und präsentiert dem Publikum Köpfe, die im Kanton Spuren hinterlassen haben.

  Idealisten und IndividualistenInfluencer seien heute in aller Munde – Menschen mit der besonderen Begabung, andere zu beeinflussen, habe es jedoch schon immer gegeben. Während Meinungsmacher früher eher am Rande der Gesellschaft standen, seien sie heute mittendrin.

Welche Thurgauerinnen und Thurgauer haben den Kanton geprägt? Wie wurden sie in ihrer Zeit wahrgenommen, mit welchen Augen sieht man sie heute?Und welche Köpfe bleiben übrig? Der 08/15-Mensch, der Normalo, will niemand sein. Doch was heisst überhaupt normal? Die Ausstellung macht deutlich: Auch hier sei es die Gesellschaft, die den Begriff je nach Zeitgeist definiert.Auch im Schloss Frauenfeld prägt ein charismatischer Kopf das Museumsjahr: Marie Elise Bachmann (1879–1955), die ehemalige Besitzerin von Schloss Frauenfeld.

Als letzter Spross einer Stettfurter Richterdynastie vermacht sie dem Kanton das historische Gebäude samt umfangreicher Familiensammlung und sorgt mit diesem Schritt dafür, dass vor 60 Jahren das Historische Museum Thurgau seine Tore in passendem Schlossambiente öffnen konnte. Dieses Engagement würdigt das Museum mit zwei multimedialen Räumen, welche die Geschichte der Familie Bachmann aus Stettfurt aufrollen. «Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig» läuft von 6. Juni bis 18. Oktober 2020 im Alten Zeughaus Frauenfeld und sei Teil des Kooperationsprojekts «Thurgauer Köpfe.

Ein Thema – sechs Museen» von Museen Thurgau. Begleitet werde diese Kooperation von museumsübergreifenden Angeboten.

Familien begeben sich auf ein Safari-Abenteuer und lösen anhand einer Schatzkarte in jedem der sechs kantonalen Museen ein Rätsel. Zudem finden während der Sommerferien Aktionswochen mit Erlebnissen für Gross und Klein statt.

Angebote für Schulen, die bunte Veranstaltungspalette sowie weitere Informationen finden sich auf der Website: www.museenthurgau.chTel. work+41 58 345 11 11 verwaltungNULL@tg.ch www.tg.ch.

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