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Blaulicht

Kanton SH: Schaffhauser Polizei warnt Vereine vor "CEO-Betrug"

2020-06-04 19:00:05
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Quelle: Kantonspolizei Schaffhausen

Anfangs Juni 2020 gab sich eine unbekannte Täterschaft per Emailnachrichten als Präsident bzw, wie die Kantonspolizei Schaffhausen berichtet.

Vorsteher zweier Schaffhauser Vereine aus und forderte die Kassierer der beiden Vereine auf Geldbeträge zu überweisen.Die beiden Kassierer zweier Schaffhauser Vereine bekamen Anfangs Juni 2020 Emailnach-richten von den Vereinspräsidenten mit der Aufforderung, Geldbeträge auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Aufgrund der Schreibweise wurden die beiden Vereinskassierer misstrauisch und fragten beim jeweiligen Vereinspräsidenten telefonisch nach, ob er einen Auftrag erteilt habe, was sich als falsch herausstellte.

In Wirklichkeit stammten die E-Mailnachrichten nicht von den Vereinspräsidenten, sondern von Betrügern, wie eingeleitete Ermittlungen der Schaffhauser Polizei ergaben. Diese seien im Gange.

Die Schaffhauser Polizei empfiehlt bei Ueberweisungsaufforderungen von Vereinspräsidenten per Emailnachrichten ein gesundes Misstrauen walten zu lassen. Sie rät die E-Mail-Adresse des „auffordernden Vereinspräsidenten“ händisch einzutippen, um zu evaluieren, ob Betrüger am Werke seien oder nicht, und nicht automatisch auf eine derartige Email-Aufforderung zu antworten.

Zudem sei es ratsam mündlich bzw. telefonisch eine Auftragsbestätigung einzuholen.

Die Schaffhauser Polizei stellt fest, dass die Täterschaft ihr gesammeltes Internetwissen über einen Verein gezielt einsetzt und meist sehr viel über diesen und seine Mitgliedschaft weiss. Die Betrüger gehen dabei sehr professionell vor.

Sie suchen im Internet nach den Namen von Vorstandsmitgliedern und VereinskassierInnen. Diese Betrugsmasche weist starke Aehnlichkeiten zum bekannten "CEO-Betrug" auf.

Definition „CEO-Betrug“:Diese Betrugsmasche werde in der ganzen Welt angewandt. Die Täterschaft kontaktiert den Angestellten eines multinationalen Unternehmens (oder irgendeiner anderen Firma) und gibt sich als Präsident, Vorsitzender, CEO oder dergleichen aus.

Die Täterschaft gibt vor, sie brauche Hilfe in einer dringlichen und vertraulichen Angelegenheit. Es gehe darum, eine gewisse Summe auf ein ausländisches Konto zu überweisen.

In der Regel fallen Begriffe wie Steuerprüfungen oder Kauf eines Unternehmens im Ausland. Der Kontakt gestaltet sich via E-Mail oder Telefon.

Manchmal werde auch ein (angeblicher) Anwalt ins Spiel gebracht, der (angeblich) die Überweisungsmodalitäten regelt..

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