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Stellungnahme des Stadtrats zur «Entwicklung Kammgarnareal»

2020-08-07 06:32:01
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Am 30. August 2020 stimmen wir über ein wegweisendes Projekt ab, wie die Stadt Schaffhausen berichtet.

1982 habe die Stadt Schaffhausen basierend auf einem Volksentscheid das Kammgarnareal erworben, um es zugunsten der Bevölkerung zu entwickeln. Dieses Versprechen sei bis heute nicht vollständig eingelöst worden.

Der Kammgarnhof dient lediglich als Parkplatz. Der Westflügel mit seinen einzigartigen Räumlichkeiten sei sanierungsbedürftig und bietet sich seit der Schliessung der «Hallen für Neue Kunst» für eine neue Nutzung an.

Jetzt solle das Areal endlich aufgewertet und neu belebt werden. Dafür solle der Kammgarnhof neugestaltet werden.

Das werde möglich dank der Verlegung der Parkplätze in eine neue Tiefgarage unter dem Kammgarnhof, welche von der Stadt und der IWC Personalstiftung gemeinsam finanziert und genutzt wird. Der Kammgarnhof werde mit Grünflächen und einer Veranstaltungsfläche neu gestaltet.

Eine neue Passage zur Klosterstrasse verbessert die Anbindung des Areals an die Altstadt. Für die Platzgestaltung werde ein Projektwettbewerb durchgeführt.

Ziel sei es, einen attraktiven Erholungsraum mit deutlich grösserer Aufenthaltsqualität zu schaffen, welcher Menschen aller Altersklassen zum Erholen und Verweilen einlädt. Weiter solle der Kammgarn Westflügel saniert und mit neuem Leben gefüllt werden.

Im Erdgeschoss (EG) und 1. Obergeschoss (OG) werden die Bibliothek und die Ludothek wieder unter einem Dach vereint und mit einem modernen Konzept erneuert. Daneben bleibt genügend Platz für ein gastronomisches Angebot sowie Räume zur Vermietung, für welche auch heutige Zwischennutzer berücksichtigt werden können.

Das 2. und 3. OG sollen an den Kanton verkauft werden, welcher die Geschosse der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) zur Verfügung stellt. Die Aufwertung der PHSH auf diesem einzigartigen Areal mit Campus-Charakter sei eine wichtige Investition in die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für Schaffhausen.

Der spannende Nutzungsmix im Westflügel werde mit der Vermietung des 4. OG an Unternehmen vervollständigt, womit Arbeitsplätze und Mieteinnahmen generiert werden können. Die städtische Stimmbevölkerung werde am 30. August 2020 über den Rahmenkredit von 31.24 Millionen Franken für die Entwicklung des Kammgarnareals abstimmen.

Die Partnerschaft zwischen Stadt, Kanton und IWC führt zu einem attraktiven Finanzierungsmodell. Dank der Mitfinanzierung durch die IWC, dem Verkaufserlös für das 2. und 3. OG (bei einem JA der kantonalen Stimmbevölkerung zum Umzug der PHSH) und Fondsentnahmen verbleiben für die Stadt Nettoinvestitionen von 14.88 Millionen Franken.

Die Gegner schlagen vor, dass der Kammgarn Westflügel im Baurecht abgegeben wird. Das würde aber bedeuten, dass das Gebäude an einen Investor verkauft würde, der eine renditeorientierte Nutzung des Westflügels anstreben dürfte.

Zweitens bliebe damit die Neugestaltung des Hofes ungelöst. Mit dem vorliegenden Projekt hingegen werde das Kammgarnareal ganzheitlich und im Sinne der Bevölkerung entwickelt – und damit das Versprechen von 1982 endlich eingelöst.

Das Kammgarnareal zwischen Altstadt und Rhein werde deutlich aufgewertet, besser erschlossen und vielfältig genutzt. Zudem können die Innenstadt belebt und wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt werden – beides sei in der jetzigen Zeit von grosser Bedeutung.

Aus all diesen Gründen empfiehlt der Stadtrat, der städtischen Vorlage «Entwicklung Kammgarnareal» sowie der kantonalen Vorlage zum Umzug der PHSH zuzustimmen. Im Namen des StadtratsPeter Neukomm, StadtpräsidentDr.

Raphaël Rohner, BildungsreferentDr. Katrin Bernath, Baureferentin.

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