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Instandsetzung der Verkleidungsmauer «Geisshof» abgeschlossen

2020-08-27 06:02:01
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Mit der Abnahme sind die Instandsetzungsarbeiten an der Verkleidungsmauer «Geisshof» im Mühlental abgeschlossen worden, wie die Stadt Schaffhausen meldet.

Seit September des letzten Jahres wurde die bis zu 23 Meter hohe Mauer in aufwendiger Handarbeit instand gesetzt. Die Arbeiten waren nötig, weil immer wieder Mauer- und Felsmaterial abbröckelte.

Die Mauer wurde um das Jahr 1921 aus Naturstein erstellt, um die Felsböschung im Bereich «Geisshof» im Mühlental zu verkleiden. Sie sei 87 Meter lang und erreicht eine maximale Höhe von 23 Metern.

Immer wieder brach Mauer- und Felsmaterial aus der Mauer aus, weshalb der Radstreifen entlang der Mauer für längere Zeit gesperrt werden musste. Die Hauptarbeit bei der Instandsetzung bestand darin, defekte Mauersteine und Mörtelfugen zu ersetzen sowie den an die Oberfläche tretenden Fels von losen Teilstücken zu säubern und zu sichern.

Im Weiteren wurden an gezielten Stellen Felsnägel eingebaut, um die Stabilität der Kalksteinverkleidungsmauer statisch sicherzustellen. Zudem wurde die Abdeckung der Mauerkrone neu konzipiert, um einerseits deren Steifigkeit zu erhöhen und andererseits einen für den Stein-verband schädlichen Pflanzenüberwuchs möglichst zu unterbinden.

Nach dem Eingerüsten der Mauer und mit Beginn des Abspitzens von defekten Mauersteinen habe sich rasch gezeigt, dass das Schadenausmass viel grösser war, als in der Projektphase angenommen wurde. Insbesondere war das Ausmass der defekten Mauersteine um ein Vielfaches grösser als aufgrund der vorgängig erfolgten Georadar-Untersuchungen und geologisch/geotechnischen Abklärungen angenommen werden konnte.

In der Projektierungsphase wurde mit einem Wandflächenanteil von etwa 6 Prozent defekten Mauersteinen gerechnet. Tatsächlich ergab sich im Laufe der Ausführung dann ein Wandflächenanteil von etwa 28 Prozent an defekten Mauersteinen, welcher ersetzt werden musste.

Ebenfalls grösser - wenn auch weniger ausgeprägt - fiel das Ausmass der zu ersetzenden Fugen aus. Das Ersetzen der defekten Mauersteine und Fugen erfolgte in aufwendiger Handarbeit.

Bei der Instandsetzung der Mauer im Bereich «Geisshof» wurde dem historischen Wert des Objekts im Mühlental in hohem Masse Rechnung getragen. Die Denkmalpflege Schaffhausen wurde bereits beim Variantenstudium in der Projektphase miteinbezogen.

Auch bei der Ausführung wurde bezüglich Aussehen und Ästhetik die Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege Schaffhausen gesucht. Mit der Abnahme sei eine gelungene Instandsetzung der 100-jährigen Verkleidungsmauer «Geisshof» qualitativ hochwertig abgeschlossen worden.

Die Mauer könne nun für die Dauer von weiteren 50 Jahren genutzt werden. .

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