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Schaffhausen wird erneut als «Energiestadt Gold» ausgezeichnet

2020-10-30 07:32:01
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Die Stadt Schaffhausen erhält zum fünften Mal in Folge das Goldlabel des European Energy Award, wie die Stadt Schaffhausen berichtet.

Als erste Energiestadt Europas habe die Stadt Schaffhausen eine Pionierrolle übernommen. Im Energiestadt-Prozess werde alle vier Jahre überprüft, welche Fortschritte die Stadt erreicht habe und welche weiteren Massnahmen für eine effiziente Energienutzung und eine nachhaltige Energieversorgung angezeigt sind.

Das Label Energiestadt GOLD sei die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energien und Klimaschutz engagieren und besonders hohe Anforderungen erfüllen. Die Stadt Schaffhausen wurde bereits in den 1990er-Jahren als erste Energiestadt ausgezeichnet und erhielt 2004 erstmals das Gold-Label.

Im alle vier Jahre stattfindenden Reaudit habe Schaffhausen mit 82.2 Prozent der möglichen Punkte nun zum fünften Mal erfolgreich abgeschlossen. Diese internationale Anerkennung sei eine wichtige Auszeichnung für das Engagement hinsichtlich einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik.

Das Reaudit dient auch dazu, Potenziale für weitere Verbesserungen aufzuzeigen. Alle vier Jahre werde Bilanz gezogen und ein Aktivitätenprogramm für die folgenden vier Jahre festgelegt.

So sichert der Energiestadt-Prozess die kontinuierliche Umsetzung von energie- und klimapolitischen Massnahmen. Erfolge der letzten vier JahreZu den bedeutenden in den vergangenen vier Jahren umgesetzten Massnahmen zählt der Energierichtplan.

Er zeigt der Einwohnerschaft, welcher Energieträger an ihrem Wohnort sinnvoll und zweckmässig sei und ob ein Wärmeverbund in Frage kommen könnte. Um die Umsetzung des Energierichtplans voranzutreiben und auch die Einwohnerinnen und Einwohner bei der Sanierung ihres Gebäudes zu unterstützen, wurde das städtische und kantonale Förderprogramm Energie angepasst und ergänzt.

So können mehr finanzielle Mittel für energetische Sanierungen und Anschlüsse an Wärmenetze bereitgestellt werden. Mit der «Richtlinie Energie und Bauökologie» habe der Stadtrat die Vorbildfunktion der Stadt gestärkt, indem bestehende Standards für eine energieeffiziente und ökologische Bauweise zusammengeführt und nachvollziehbar aufbereitet wurden.

Ein wichtiger Schritt für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Mobilität wurde mit dem Entscheid zum Ersatz der dieselbetriebenen Busse der VBSH durch batteriebetriebene Elektro-Busse gemacht. Auch die ökologische und klimafreundliche Bewirtschaftung der Grün- und Freiflächen und Investitionen von SH POWER in erneuerbare Energieerzeugungsanlagen haben zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen.

Künftige MassnahmenZusammen mit einer Reihe weiterer Schweizer Städte und Gemeinden habe die Stadt Schaffhausen im Frühjahr 2020 die «Klima- und Energie-Charta» unterzeichnet. Damit wurde der Willen bekräftigt, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Massnahmen für einen wirkungsvollen Klimaschutz umzusetzen und den als Energiestadt eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Für die nächsten vier Jahre habe die Stadt Schaffhausen weitere Aktivitäten geplant. So solle eine Klimastrategie erarbeitet werden, die die übergeordneten Zielvorgaben konkretisiert und Massnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel aufzeigt.

Die wichtigsten Hebel zur Reduktion der Treibhausgase seien in den Bereichen Verkehr, Wärme und Elektrizität. Mit fortlaufenden Verbesserungen in diesen Bereichen möchte die Stadt Schaffhausen auch im Jahr 2024 wieder das Goldlabel erreichen.

Im Fokus stehen dabei Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr sowie der Ausbau der öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Auch im Bereich Wärme seien die Potenziale sehr hoch.

Um künftig auf Erdöl und Erdgas verzichten zu können, sei es unerlässlich, erneuerbare Wärmequellen gemäss dem Energierichtplan zu erschliessen und weitere Wärmenetze umzusetzen. Die stadteigenen Gebäude werden auch in den kommenden Jahren auf Schwachstellen in der Wärmedämmung und Energieversorgung untersucht, die mit geeigneten Sanierungsmassnahmen bei Gebäudehüllen und technischen Anlagen behoben werden.

Die fortlaufende Sensibilisierung und die Umsetzung von Projekten für eine umwelt- und klimaverträgliche Stadt erfolgt im Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern, um auch für die nächsten Generationen eine hohe Lebensqualität zu erhalten. .

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