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Städtepartnerschaft unterstützt «Energiesparkocher für Madagaskar»

2020-11-13 08:32:01
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Die Städtepartnerschaft Schaffhausen – Frauenfeld – Sankt Gallen – Winterthur unterstützt 2021 ein Projekt in Madagsakar, wie die Stadt Schaffhausen mitteilt.

Mit Solar- und Energiesparkochern will der Verein ADES (Association pour le Développement de l’Energie Solaire Suisse-Madagascar) sowohl die einzigartige Natur auf Madagaskar schützen als auch der dortigen Bevölkerung einen Weg aus ihrer grossen Armut ermöglichen. Das vom Verein eingereichte Projekt «Hilfe zur Selbsthilfe: Energiesparkocher für Madagaskar» habe die Städtepartnerschaft überzeugt und erhält für die Projektrealisierung 2021 einen Unterstützungsbeitrag von 275‘000 Franken.

Die Städte Schaffhausen, Frauenfeld, Sankt Gallen und Winterthur arbeiten in der Auslandhilfe eng zusammen. Jährlich alternierend nehmen die Städte Gesuche von Hilfsprojekten entgegen und empfehlen der Städtepartnerschaft ein Projekt zur Unterstützung.

2021 erhält das vom Verein ADES (Association pour le Développement de l?Energie Solaire Suisse-Madagascar) eingereichte Projekt «Hilfe zur Selbsthilfe: Energiesparkocher für Madagaskar» die Unterstützungssumme von 275?000 Franken. Madagaskar verfügt über eine einzigartige Fauna und Flora mit einem hohen Anteil an Arten, die ausschliesslich dort vorkommen.

Diese aber seien stark bedroht. Von den ursprünglichen Wäldern seien weniger als zehn Prozent erhalten und jährlich verschwinden mindestens weitere 120?000 Hektaren Wald.

Ein grosser Teil des geschlagenen Holzes werde für das Kochen über dem offenen Feuer verwendet, denn nur eine Minderheit von ungefähr 15 Prozent der Bevölkerung verfügt über einen Zugang zu Strom. Hier setzt das Projekt von ADES an: Die vom Verein zum Teil vor Ort produzierten und verkauften Solar- und Energiesparkocher vermindern den Bedarf an Holz und Holzkohle um mehr als die Hälfte.

Durch den Einsatz der Sparkocher werde nicht nur das Budget vieler heimischer Familien wesentlich entlastet, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Durch den Einsatz der Energiesparkocher können in Madagaskar die CO2-Emissionen um rund drei Tonnen pro Jahr gesenkt werden.

Auch erleichtern die Kocher vor allem Frauen und Mädchen den Arbeitsalltag. Gegen 600 Arbeitsstunden, die sonst fürs Sammeln von Holz aufgewendet werden müssten, können für andere Arbeiten eingesetzt werden.

Auch schwere Brandunfälle können reduziert werden und Gesundheitsprobleme von Frauen und Mädchen - hervorgerufen durch die starken Rauchemissionen beim Kochen in den geschlossenen Räumen - gehen zurück. Begleitet werde das Kocher-Programm von einer Sensibilisierungskampagne für Umweltthemen, Umweltunterricht an öffentlichen Schulen und einem partizipativen Aufforstungsprogramm.

Bis heute habe ADES 258?000 Solar- und Energiesparkocher in Madagaskar verkauft, wovon bereits 1,4 Millionen Menschen profitieren konnten. Da die Nachfrage nach Energiesparkochern zunimmt, habe der Verein entschieden, die Produktion zu steigern.

Ab 2026 sollen statt 45?000 (Stand 2019) mindestens 70?000 Stück jährlich verkauft werden. Die Städtepartnerschaft unterstützt diese Bestrebungen mit einem Beitrag von 275?000 Franken.

Auf Winterthur entfallen dabei gemäss festgelegtem Verteilschlüssel 108?000 Franken, auf Sankt Gallen 84?000 Franken, auf Schaffhausen 48?000 Franken und auf Frauenfeld 35?000 Franken. Für die administrative Bearbeitung der Unterstützungsgesuche zeichnete dieses Jahr die Stadt Winterthur verantwortlich.

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