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Coronavirus - Kanton Bern ist ab Mitte Januar für Corona-Impfung bereit

2020-12-14 15:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Der Kanton Bern bereitet sich intensiv darauf vor, ab Mitte Januar mit einer gross angelegten Impfaktion starten zu können, wie der Kanton Bern ausführt.

Geimpft werde in regional verteilten Impfzentren in Zusammenarbeit mit den regionalen Spitalgruppen, in einem kantonalen Impfzentrum in Bern-Wankdorf und mit mobilen Impfteams. Der Kanton entwickelt für die Organisation und Dokumentation der Impfungen bereits eine eigene digitale Lösung.Die Impfung stellt einen entscheidenden Schritt in der Bekämpfung der Pandemie dar.

Der Kanton Bern bereitet sich seit Anfang November intensiv darauf vor. Ab Mitte Januar könne mit dem Impfen begonnen werden, sofern der Impfstoff freigegeben und geliefert ist.

Die regionalen Impfzentren werden durch die regionalen Spitalgruppen betrieben. Am Standort Bern werde der Kanton zudem ein Impfzentrum in Zusammenarbeit mit den Berner Privatspitälern Hirslanden und Lindenhof sowie der Eventorganisation evenjo aufbauen.

Dieses kantonale Impfzentrum werde im M-Parc im Berner Wankdorf eingerichtet.Für Menschen, die nicht zu den Impfzentren gelangen können, werden mobile Teams unterwegs sein, die ebenfalls regional organisiert werden. Die Trägerschaften seien noch in Abklärung.

In einem zweiten Schritt beginnen in Alters- und Pflegeheimen die Heimärztinnen und Heimärzte mit Impfen.Die grössten Mengen an Impfstoff werden für das zweite Quartal des nächsten Jahres erwartet. In dieser Zeit sollen dann ebenfalls die Praxen der Ärztinnen und Ärzte und, wenn es die Vorgaben des BAG erlauben, auch die Apotheken als Impf-Orte dazu kommen.

Schliesslich würde es der Kanton Bern auch begrüssen, wenn die Spitex zur Impfung zugelassen würde.Um diese Impfungen zu organisieren und zu dokumentieren, werde sich der Kanton Bern auf eine digitale Lösung abstützen. Das heisst: Impfwillige registrieren sich online und vereinbaren einen Termin.

Am Ort der Impfung erfolgt eine Kontrolle der Angaben und Personalien, worauf die Impfung durchgeführt und dokumentiert wird. Als Alternative werde eine telefonische Anmeldung über ein Call Center oder auf dem postalischen Weg mit der Briefpost möglich sein.Für die Organisation der Impfaktion sei der Sonderstab Corona der GSI verantwortlich.

Neben der Planung der Impfkampagne seien die grossen Themenbereiche das Testen und das Contact Tracing. Zusätzlich fallen situativ Sonderaufgaben an, wie jene in Sachen Skigebiete.Anfang Oktober führte der exponentielle Anstieg der Fallzahlen das Contact Tracing an seine Kapazitätsgrenzen und zeitweise sogar darüber hinaus.

Der Sonderstab habe seither zusätzliches Personal angestellt, Prozesse beschleunigt und Aufgaben digitalisiert. Heute arbeiten 135 Mitarbeitende für das kantonale Contact Tracing, sowie 20 Mitarbeitende der Kantonspolizei und 30 Mitarbeitende eines externen Anbieters.

Durch die Digitalisierung von Aufgaben könne sich das Contact Tracing (CT) gut den epidemiologischen Entwicklungen anpassen. Beispielsweise werden heute die neuen positiven Fälle direkt von der Bundesdatenbank in das kantonale System importiert.

Der Kanton habe für diesen Datenimport in die CT-Software eine zusätzliche Applikation entwickeln lassen. Alle infizierten Personen und deren enge Kontaktpersonen erhalten dadurch automatisch eine elektronische Nachricht und die Kontaktpflege werde vereinfacht.

Jedoch sei ein effizientes Kontaktmanagement darauf angewiesen, dass Kontaktpersonen, die per SMS eine Aufforderung zur Registrierung erhalten, dieser Folge leisten. Ansonsten sei es dem CT nicht möglich, den Kontaktpersonen zeitnah die Quarantäneanordnung zukommen zu lassen.

Die Produktivität konnte stark gesteigert werden; das Contact Tracing des Kantons Bern sei gut unterwegs und könne seine Aufgaben zeitnah erfüllen.Die Gesundheitseinrichtungen sowie die Alters- und Pflegeheime suchen weiterhin dringend Fachpersonal und Hilfskräfte. Über die Internet-Plattform www.coronavirus-bern.ch Link öffnet in einem neuen Fenster.

können sich Fachkräfte aus den Gesundheits- und Pflegeberufen (z.B. Personen, die vormals in diesem Aufgabengebiet gearbeitet haben) oder Personen, die in der Logistik unterstützen wollen (z.B.

Küche, Fahrdienste, Unterhalt) melden.Leider sei zu erwarten, dass trotz erhöhter Vorsichtsmassnahmen nach den Feiertagen ein erneuter Anstieg der Fallzahlen verzeichnet werden muss. Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg ruft die Bevölkerung für die kommenden Wochen zu grosser Selbstdisziplin auf, um den erwarteten Anstieg im Januar möglichst tief zu halten.

Am wichtigsten sei die Reduktion der sozialen Kontakte, denn das Corona-Virus verbreitet sich vor allem an Orten, an denen viele Menschen zusammen sind. Die Schutzmassnahmen und die Hygieneempfehlungen müssen von allen strikte eingehalten werden.Pierre Alain Schnegg betont, wie wichtig auch die psychische Gesundheit der Bevölkerung sei und bittet die Bevölkerung, sich solidarisch zu zeigen und sich vermehrt um das Wohl der Mitmenschen zu kümmern.

Dies vor allem wegen der eingeschränkten Festtagsaktivitäten. «Gesundheit sei das grösste Geschenk, und zu dieser müssen wir alle Sorge tragen», sagt der Gesundheitsdirektor..

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