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Zwischenergebnisse des Pilotprojekts «Frühe Deutschförderung»

2021-03-18 09:02:01
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Quelle: Stadt Schaffhausen

Das Pilotprojekt steht in der Hälfte seiner Laufzeit, wie die Stadt Schaffhausen schildert.

Im Jahr 2020 konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Die Wirksamkeit der erfolgten Massnahmen im Rahmen der «Frühen Deutschförderung» wurde erstmals überprüft.

Auch stand die Rolle der Spielgruppen in der Stadt Schaffhausen im Fokus. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass insbesondere die Kindertagesstätten viel zur erfolgreichen Deutschförderung beitragen.

Für das Jahr 2021 stehen weitere Analysen im Bereich der Elternbildung und der Sprachstanderhebung an. Im Projektjahr 2020 lag der Prozentsatz von Kindern mit unzureichenden Sprachkenntnissen ungefähr gleich hoch wie im Vorjahr (2020: 35 %, 2019: 37 %).

Gleichzeitig reduzierte sich aber die Anzahl Kinder ohne oder nahezu ohne Deutschkenntnisse im Vergleich zum Vorjahr um 9 %. Im Vergleich zum Vorjahr besuchten vermehrt Kinder mit sehr geringen Deutschkenntnissen eine Tagesbetreuung.

Zurzeit werden Kinder mit sehr tiefen Sprachniveaus, wenn möglich, in Kindertagesstätten platziert. Mehr Betreuungsstunden bedeuten grundsätzlich das schnellere Erlernen der deutschen Sprache.

Um die dafür notwendige hohe Qualität der Sprachförderung zu garantieren, werden die Fachpersonen aus den Kindertagesstätten von Expertinnen und Experten der Pädagogischen Hochschule Sankt Gallen gezielt geschult und begleitet. Die ursprüngliche Erwartung an die Spielgruppen hinsichtlich der Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache muss hingegen angepasst werden.

Aufgrund der vorherrschenden Rahmenbedingungen können die Spielgruppen nur bedingt einem expliziten Sprachförderauftrag nachkommen. Die Vorteile der Spielgruppen zeigen sich stattdessen im niederschwelligen, integrativen Charakter sowie in der Förderung von Eigen- und Sozialkompetenzen der Kinder im Vorschulalter.

Für das Projektjahr 2021 seien weitere Analysen geplant. Einerseits solle eruiert werden, inwiefern eine aktive Beteiligung der Eltern am Sprachbildungsprozess ihrer Kinder erreicht werden kann, andererseits solle die Form der Sprachstanderhebung und die Nutzbarkeit ihrer Resultate für die Stadt Schaffhausen geprüft werden.

Unter anderem steht der spätere Wechsel zu einer webbasierten Erhebung zur Diskussion. Grundlegendes Ziel bleibt auch im laufenden Projektjahr, den Eltern die Hintergründe und die Bedeutsamkeit der «Frühen Sprachförderung» näher zu bringen sowie sie aktiv und gewinnbringend in die Sprachbildungsprozesse ihrer Kinder einzubeziehen.

Das Pilotprojekt «Frühe Deutschförderung» habe weiter an Dynamik gewonnen. Der Bildungsreferent und die Projektverantwortlichen seien überzeugt, bis Projektende 2022 ein passendes Sprachfördermodell für die Stadt Schaffhausen vorlegen zu können, durch das in Zukunft alle Kinder hinsichtlich einer gelingenden Schullaufbahn unterstützt werden.

Doktor Raphaël Rohner, Bildungsreferent Telefon: +41 52 632 52 14E-Mail: raphael.rohner(at)stsh.ch .

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